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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Schlüſſel, entgegnete Wilhelm.Ich möchte ihn gern Herrn Rempelmeier aushändigen, aber er verſteht mich nicht, wenn ich ihn ihm anbiete.

Nun, man muß Geduld mit ihm haben, ſagte Meiſter Leonhard.Aber laß doch ſehen, was er macht, und ob er noch ſchläft.«

Hülfe! Diebe! Räuber! Mörder! ſchrie jetzt plötzlich Herr Rempelmeier ſelber aus der Kammer heraus.

Da hat er wieder den Anfall! ſagte Wilhelm haſtig, und war mit Einem Satze in der Kammer drin. Leonhard folgte ihm langſamer. Herr Rempelmeier ſaß aufrecht im Bette, ſein Geſicht war verzerrt von Furcht und Angſt, ſeine Augen ſtarrten wild umher, und er zitterte am ganzen Leibe. Wilhelm trat zu ihm und redete ihm ſanft zu. 1

Ruhig, ruhig, Herr Rempelmeier, ſagte er be⸗ ſchwichtigend.Es iſt ja nichts! Sehen Sie doch, die liebe Sonne ſcheint herein, und es iſt heller, lichter Tag! Da kommen keine Diebe und Mörder! Nein, nein, Sie können ganz ruhig ſein! Legen Sie ſich nur wieder nieder und verſuchen Sie zu ſchlafen. Wir wachen bei Ihnen, ich, Wilhelm, und hier der brave Meiſter Leonhard; wir verlaſſen Sie nicht 44

Ja, ach ja, ich beſinne mich!« erwiederte Herr Rempelmeier, und ſchien wieder ein wenig zu ſich ſelbſt zu kommen.»Ja, ja, du biſt ein guter Junge! Der Polizei⸗Kommiſſär ſagte es! Ja, ich vergeſſ es nicht! Und Meiſter Leonhard.... ja, ja, ja, ja! Ich weiß, ich weiß, er iſt ehrlich! Aber, fuhr er, plötzlich wild auffahrend, fort,wo ſind meine Juwelen? Wo iſt In demſelben Hauſe. 8