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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ein wenig zu beruhigen. Die Anfälle kamen weniger häufig und wurden minder heftig, ſeit Herr Rempel⸗ meier zuletzt in einen ſanften Schlaf verfiel, der meh⸗ rere Stunden lang anhalten zu wollen ſchien. Nun erſt ſtand Wilhelm leiſe auf, und ſchlich in das Vor⸗ zimmer, wo er ſich müde und erſchöpft auf einen Lehn⸗ ſtuhl warf, um einige Augenblicke zu ruhen. Unwill⸗ kürlich fielen ihm die Augen zu, und er wäre wohl feſt eingeſchlafen, wenn nicht bald darauf auch Meiſter Leonhard gekommen wäre. Bei'm Knarren der Thür fuhr Wilhelm raſch auf.

Ha, Wilhelm, mein Junge, wie gehts?« fragte Leonhard leiſe mit gedämpfter Stimme.»Was macht der Alte? Schläft er?«

Ja, ſeit einer halben Stunde, erwiederte Wilhelm, indem er ſeinem wackeren Meiſter die Hand reichte. Aber ich hatte eine ſchlimme Nacht mit ihm, und ich fürchte ſehr, daß noch ſchlimmere folgen werden. Herr Rempelmeier ſcheint ganz ernſtlich krank zu ſein.

Ei nun, wundern ſollte mich das gerade nicht,« ſagte Leonhard.»Die Spitzbuben ſind ein wenig rauh mit ihm umgegangen! Und dann zuſehen zu müſſen,

wie ihm der Wandſchrank ausgeräumt wurde, ohne es

verhindern, ohne nur um Hülfe ſchreien zu können, das war freilich kein Spaß, beſonders für den alten

Herrn da, deſſen ganzes Herz an ſeinem Golde und ſeinen Juwelen hängt. Doch er wird's überſtehen, denk' ich, wenn er ſich nur erſt erinnert, daß ihm ja nichts abhanden gekommen iſt. Du haſt doch Alles, was den Spitzbuben abgenommen wurde, wieder im Schranke verwahrt?

Ja wohl, Alles iſt darin, und hier hab' ich den