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wendete, die eben inmitten der Polizeibeamten abgeführt werden ſollten.
3„Siehſt du wohl, Karl?« ſagte er.„Der Krug
geht zu Waſſer, bis er bricht, und ich habe dir im⸗
mer geſagt, daß du noch einmal im Zuchthauſe ſterben
wirſt!“—
„So? Meint Ihr, alter Schuſter?“ erwiederte der Bube mit frecher Miene.„Das wollen wir doch erſt abwarten. Ich bin noch jung, und Amerika iſt nicht weit, und ein anderes Mal glückt's wohl beſſer!«
„Unverſchämter!“ ſagte der Polizei⸗Kommiſſär ent⸗ rüſtet.„Noch ſo jung, und ſchon ſo verderbt!“
„Das macht der Müſſigung, Herr Kommiſſär!“ ſprach der alte Leonhard.„Müſſiggang iſt aller Laſter Anfang, und dieſer junge Burſche hat wohl noch keine Stunde in ſeinem ganzen Leben recht nützlich angewen⸗ det. Gewarnt habe ich ihn oft genug, aber ſein Hang zum Laſter war ſtärker, als alle meine wohlgemeinten Worte.“
„Nun denn, ſo muß er jetzt fühlen, weil er nicht gehört hat,“ entgegnete der Kommiſſär.„Gute Nacht, Meiſter Leonhard! Gute Nacht beiſammen! Und Ihr da, vorwärts! Wir werden dich ſo ſicher verwahren, Bürſchchen, daß die ehrlichen Leute eine geraume Zeit lang vor dir ſicher ſind! Gute Nacht, Herr Rempel⸗ meier! Und vergeſſen Sie nicht, daß Sie die Rettung Ihrer Koſtbarkeiten ganz allein Ihrem jungen Vetter Wilhelm verdanken. Ohne ihn waren Ihre Schätze verloren, und Sie werden daher Manches an ihm gut zu machen haben. Und jetzt— marſch!“
Die Polizeiſoldaten und der Kommiſſär entfernten ſich mit den Gefangenen. Leonhard gab ihnen das


