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ihn ganz ruhig wieder zu und öffneten die geheime,
wohl verborgene Thür in der Wand, um ohne weitere
Rückſicht auf Herrn Rempelmeier, der die verzweifelt⸗
ſten Anſtrengungen zu ſeiner Befreiung von den ange⸗ legten Feſſeln machte, ihren Rückzug anzutreten. In dieſem Augenblicke jedoch, eben als der Kellerwirth auf der Treppe hinter der Thür verſchwand, ſtieß der Kom⸗ miſſär eine Fenſterſcheibe ein, feuerte ein Piſtol in die Stube ab, und rief mit Donnerſtimme:„Halt, Schur⸗ ken! Ihr ſeide gefangen!“
Zur gleichen Zeit hörte man das Krachen einer an⸗ deren Piſtole, die auf dem Hofe, unten am Fuße der Treppe abgefeuert wurde. Die beiden Spitzbuben wi⸗ chen erſchrocken zurück, und ſtürzten wieder in das Zimmer, um hier, wo möglich, einen Fluchtweg aus⸗ findig zu machen. Aber mittlerweile war der Polizei⸗ Kommiſſär mit ſeinen Leuten ſchon eingedrungen, und da auch jetzt die auf dem Hofe poſtirten Leute die Treppe herauf ſtürmten, ſo blieb den Verbrechern nichts weiter übrig, als ſich zu ergeben. Man legte ihnen
Handſchellen an, nahm ihnen die geſtohlenen Sachen
wieder ab, und befreite Herrn Rempelmeier, der in Ohnmacht⸗ähnlicher Erſtarrung dalag, und nicht zu be⸗ greifen ſchien, was um ihn her vorging. Der freche Raub ſeiner koſtbaren Schätze, dem er mit offenen Augen zuſehen mußte, ohne ihn verhindern zu können, hatte alle ſeine Lebensgeiſter gelähmt, und man mußte ihn aufheben und auf einen alten Lehnſeſſel tragen, da er nicht im Stande war, ſich mit eigener Kraft aufzu⸗ richten. Wilhelm widmete ihm die ſorglichſte Theil⸗ nahme, während der alte Leonhard ſich zu den Dieben


