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Gefahr handgreiflich vor Augen ſieht, ſo wird er einen heilſamen Schrecken haben, und dann wird er beſſer
würdigen können, was der brave Junge für ihn gethan
hat, als wenn wir ihm von vornherein Alles mitthei⸗ len. Er ſoll ein Uebriges thun an dem Jungen, den er bis jetzt immer ſchlecht behandelt hat, obgleich, wenn Wilhelm damals bei der Feuersbrunſt nicht zugriff, ſeine Juwelen ſchon längſt auf die Seite gebracht wor⸗ den wären. Damals ſpeiste er den ehrlichen Burſchen mit dem alten Papagei dort im Fenſter ab, aber dieß⸗ mal ſoll er nicht ſo wohlfeil wegkommen.“
„Schon recht, ich verſtehe!« erwiederte der Kom⸗ miſſär.„Wir müſſen alſo unſere Maßregeln danach nehmen, und werden Herrn Rempelmeier erſt im letz⸗ ten Augenblicke benachrichtigen. Um zwölf Uhr Nachts ſoll der Einbruch alſo geſchehen?«
„Um zwölf Uhr! Fragen Sie den Jungen aber lieber ſelber noch einmal. Wilhelm, du kannſt wieder eintreten!“
Wilhelm kam und beſtätigte, daß die Spitzbuben gegen Mitternacht hin einzubrechen beabſichtigten.
„Wohlan, ſo werden wir zwiſchen zehn und elf Uhr
heute Abend hier ſein,“ ſagte der Kommiſſär.„Halten
Sie ſich von zehn Uhr an ruhig, und löſchen Sie das Licht aus. Wenn ich dreimal leiſe an's Fenſter klopfe, ſo öffnen Sie mir die Hausthür. Bis dahin kümmern Sie ſich um nichts, denn ich werde ſchon auf der Hut
ſein, und die Schelme keine Sekunde lang aus den
Augen verlieren.“ Nach dieſen Weiſungen entfernte ſich der Kommiſſär wieder, und ruhig warteten Leonhard und Wilhelm den
Anbruch der Nacht ab, indem ſie, als ob nicht


