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Wilhelm machte keinen Einwand weiter, ſondern gehorchte, lief nach dem nächſten Polizeibureau und rich⸗ tete ſeinen Auftrag aus. Kaum war er eine halbe Stunde zurück, ſo kam auch der Kommiſſär, aber ſo gut verkleidet, daß ihn Meiſter Leonhard ſelber im er⸗ ſten Augenblicke für einen gewöhnlichen Arbeitsmann hielt. Aber der Irrthum wurde bald aufgeklärt, und Leonhard erzählte nun kurz und bündig, um was es ſich handelte.
„Sehr gut,« ſagte der Kommiſſär.„Die Spitzbu⸗ ben ſollen uns nicht entwiſchen. Haben Sie Herrn Rempelmeier ſchon benachrichtigt?«
„Nein! Ich wünſche ſogar ſehr, daß er von Allem nichts erfährt, bis die Schelmen am Werke ſind.«
„Warum das?«
„Ich habe meine Gründe dazu!«
»Die muß ich kennen,“ ſagte der Kommiſſär.„Die Sache wird viel glatter abgehen, wenn er benachrichtigt wird, denn meine Leute koͤnnen alsdann in der Woh⸗ nung ſelber verſteckt werden, und ſind im geeigneten Augenblicke gleich bei der Hand.“
„Es wird auch gehen, wenn Sie Ihre Leute unten bei der Hintertreppe poſtiren und die Spitzbuben dort in Empfang nehmen lafſen,“ erwiederte Leonhard.„Aber gleichviel! Ich kann Ihnen auch ſagen, warum der alte Rempelmeier erſt benachrichtigt werden ſoll, wenn die Schelme ſchon am Werke ſind. Geh' einmal hin⸗ aus, Wilhelm.
Und mit wenigen Worten ſetzte er nun das Ver⸗ hältniß aus einander, in welchem der alte Geizhals zu Wilhelm ſtand.
„ Sehen Sie, Herr,“ fuhr er fort,„wenn er die


