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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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freilich nur Spaß, wenn ich ſagte, wir wollten ihn im Stich laſſen, aber nicht ihm allein, ſondern auch dir ſoll geholfen und der alte Geizhals gezwungen werden, ſich deiner anzunehmen, wie es einem rechtſchaffenen Verwandten zukommt. Ruhig, Junge! Laß du mich machen! Dem Böſen die Strafe, dem Redlichen die Vergeltung! So gehört ſich's! Und jetzt reiche mir zmal meine Kleider her, ich bin geſund und will auf⸗ ſtehen.

Und was nachher, Meiſter? Was nachher?

Das will ich dir erklären, während du mir beim Ankleiden behuülflich biſt. Die Stiefeln her! So! Ver⸗ ſtehſt du, wir dürfen uns nichts merken laſſen, gar nichts, damit die Spitzbuben keinen Verdacht ſchöpfen! Du nimmſt alſo nachher altes Schuhwerk und gehſt aus, als ob du zu Kunden gehen wollteſt, ſchleichſt dich aber ſtatt deſſen zum nächſten Polizei⸗Kommiſſär und bitteſt ihn, daß er mich beſuchen möge, aber nicht in Uniform, ſondern in ſchlichtem, bürgerlichen Anzuge! Verſtehſt du, dieß ſchärfſt du ihm beſonders ein, denn der Mosjö Karl iſt ein ſchlauer Fuchs, und könnte ſonſt Lunte riechen. So! Jetzt die Jacke und das Schutz⸗ fell! Ich fühle mich ſo wohl, wie ein Fiſch im Wgſer! Die Spitzbuben⸗Geſchichte hat mich wieder geſund ge⸗ macht! So, Wilhelm! Und nun mache, daß du fort kommſt! Wenn du den Halunken, den Karl ſiehſt, ſo laß dir nichts merken, ſondern nimm eine unbefangene Miene an. Die Schelmen müſſen bei der That ergrif⸗ fen werden, ſonſt lachen ſie über uns und ſinnen auf neue Streiche. Alſo vorwärts, Wilhelm! Ich werde mich indeſſen auf den Schuſterſchemel ſetzen und flicken, ſo gut ich kann. 1