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ihrer ſtillen, geräuſchloſen Weiſe für ſeine kleinen Be⸗ dürfniſſe ſorgte. Das Daſein des Knaben ſchien er nach vier Wochen gänzlich vergeſſen zu haben. Er bekam ihn nicht zu ſehen, und Frau Engelbert hütete ſich wohl, Seiner bei dem hartherzigen Verwandten zu erwähnen. Sie war froh, daß der arme Wilhelm überhaupt im Hauſe nur geduldet wurde.
Und doch hätte Wilhelm alle Liebe und Freundlich⸗ keit guter Menſchen in reichem Maße verdient, denn er war in Wirklichkeit ein guter, braver, wackerer Knabe, und die einzige Freude ſeiner armen Mutter, an der er mit unbeſchreiblicher Zärtlichkeit hing.
Was übrigens Herr Wunderlich über die Verhält⸗ niſſe von Frau Engelbert ihrem Verwandten mitgetheilt hatte, beruhte Alles auf Wahrheit und hatte ſeine voll⸗ kommene Richtigkeit. Ihre Aeltern waren nicht gerade reiche, aber doch ziemlich wohlhabende Leute geweſen, die ihr eine gute Erziehung hatten geben laſſen. Daß
eine Schickung des Herrn, die ſie mit wahrhaft chriſt⸗ licher Ergebung und Standhaftigkeit ertrug. Sie zwang ſich, ihre früheren, beſſeren Umſtände zu vergeſſen, und dachte nur allein darauf, auf rechtſchaffene Weiſe ihr Brod zu erwerben und ihren Knaben zum Guten zu erziehen, ohne ſich dabei zum Betteln erniedrigen zu müſſen. Sie arbeitete, und ſcheute ſich vor keiner Arbeit, wie niedrig ſie auch ſein mochte und wie wenig ſte zu ihren vorherigen Verhältniſſen paſſen wollte. Durch Nähen, Waſchen, Plätten und dergleichen mehr friſtete ſie ihr Daſein, und erwarb im Schweiße ihres
ſte ſpäter verarmte, war nicht ihre Schuld, ſondern
Angeſichts wenigſtens ſo viel, um nicht am Nothwen⸗ digſten darben zu müſſen. Mit Freuden ging ſie auß


