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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ein Wort für tauſend. Die Dachſtube kann ſie unter den angegebenen Bedingungen haben, aber weiter nichts. Punktum! Adieu, Herr Wunderlich!

Alter Geizhals!« brummte der Advokat, als er die Haustreppe wieder hinunter ſtieg.Und doch weiß ich, daß ich hier ein ſchönes Vermögen für ihn zuſammen⸗ geſcharrt habe, abgeſehen von dem, was er von Surinam mitgebracht hat! Aber ich glaube wahrhaftig, er ließe lieber ſeine armen Verwandten verhungern, als daß er einen Thaler von ſeinem Mammon herausrückte. Niedriger, ſchmutziger Geizhals!«

Der alte, brave Advokat mochte wohl Recht haben in ſeinem Urtheile über Herrn Rempelmeier. Trotzdem zog noch am nämlichen Tage Frau Engelbert in die kleine Dachſtube ein, und brachte auch ihren Sohn mit, ihren Wilhelm, einen hübſchen Knaben von elf oder zwölf Jahren, von dem der Advokat kein Wort zu Rempelmeier geſagt hatte, aus wohlbegründeter Furcht, dann ganz und gar kein Gehör bei ihm zu finden. Rempelmeier tobte und ſchalt auch wirklich wie ein Beſeſſener, als er von der Anweſenheit des Knaben Kunde erhielt; als aber Frau Engelbert alle ſeine Vor⸗ würfe ſchweigend hinnahm, als ſie nur im bittern Schmerze ihre Hände faltete, und große Thränen kummervollen Leides über ihre bleichen, hohlen Wangen rollten, da ſchien denn doch ein menſchliches Rühren endlich Eingang in das vertrocknete Herz des alten Geizhalſes zu finden, und ſein Toben und Poltern ſchwand in ein grollendes Murren dahin. Erſt hatte Frau Engelbert auf der Stelle das Haus wieder räumen ſollen, aber davon war jetzt keine Rede weiter. Sie blieb, und Rempelmeier duldete ſchweigend, Taf ſie in

In demſelben Hauſe.