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Taſchen ſeines weiten Schlafrocks.„Ich will nichts hören!«
„Aber wen wollen Sie einmal, wenn Sie ſterben, zu Ihrem Erben machen?“ fuhr der Advokat hartnäckig fort.„Sollen denn Ihre geſammelten Schätze und Reichthümer in fremde Hände fallen 2*
„Herr, was wiſſen Sie denn von meinen Schätzen und Reichthümern?“ grollte Herr Rempelmeier mit ver⸗ drießlicher Miene.„Ich habe keine Schätze, gar keine! Ich bin ein armer Mann, der kaum zu leben hat! Und nun kein Wort weiter davon! Ich habe andere Sorgen, ſchwere Sorgen, fatale Sorgen! Joſeph iſt fort
„Wohin!“
„Zum Henker meinetwegen! Ich konnte ihn nicht brauchen! Der Kerl aß mich arm! Aber was nun? Was nun? Wer holt mir mein Frühſtück? Mein Mittagseſſen? Schaffen Sie mir wen anders! Aber wohlfeil! Theure Leute kann ich nicht brauchen.“
Der alte Advokat lächelte pfiffig vor ſich hin.„Hören Sie, Herr Rempelmeier,“ ſagte er,„da wüßt; ich am Ende wirklich Jemanden. Nehmen Sie Ihre Couſine in's Haus! Dann iſt ihr geholfen, und Ihnen ge⸗ holfen!“..
Herr Rempelmeier horchte hoch auf.„Hm, hm!« brummte er.„Wenn ſie keinen Lohn verlangt, und nichts zu eſſen,— oben ſteht ein Dachſtübchen leer, das könnte ſie bekommen,— ganz umſonſt, nur mit
der Bedingung, daß ſie dafür meine Aufwartung be⸗ ſorgt und mich nie ein Wort von Verwandtſchaft hören läßt. Ich haſſe alle Verwandtſchaft! Hungriges Volk! Kann's nicht brauchen.“ 8


