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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Sclaven geweſen, der ihn auf ſeinen Streifereien durch die Wildniſſe und Urwälder Amerika's begleitet hatte. Er hörte, der Papagei nämlich, denn der arme Sclave war längſt geſtorben, auf den Namen Jakob, und wenn ſein Herr Jakobl rief, ſo antwortete der Pa⸗ pagei allemal, mit etwas knarrender und ſchnarrender Stimme freilich, aber vollkommen deutlich:Hier, Herr Rempelmeier! und flog herbei, um ſich auf ſeine Schultern zu ſetzen. Das machte dem Herrn Rempel⸗ meier Spaß, und da ſich Jakob an ſchmaler Koſt genügen ließ, alſo nur eine höchſt geringe Ausgabe veranlaßte, ſo blieb er der Gefährte ſeines Herrn und wurde gnädig in den Zimmern deſſelben geduldet.

Nicht ſo gut erging es dem alten Joſeph. Der Menſch zu viel, und wurde dem Herrn Rempel⸗ meier deshalb in der erſten Woche ſchon zur Laſt. Als er nun gar am Ende derſelben ſeinen Lohn forderte, war das Gefäß des Zornes bis zum Rande gefüllt. Joſeph wurde ohne Umſtände verabſchiedet, und nun ſchaltete und waltete Herr Rempelmeier wieder ganz allein in ſeinen vielen Gemächern unter ſeinen todten Beſtien, die weder aus ſeiner Schüſſel aßen, noch Geld von ihm verlangten.

Aber ohne alle Aufwartung konnte ſich Herr Rempel⸗ meier doch nicht behelfen. Wenn er ſich auch mit der einfachſten Koſt begnügte, ſo mußte doch immer Jemand da ſein, der ſie ihm beſorgte. Das fiel ihm erſt ein, als er Joſeph aus dem Hauſe gejagt und nun keinen Menſchen hatte, der ihm am folgenden Morgen ſein

Frühſtück brachte. Dummes Zeug, dummes Zeug, murmelte er, ich muß zu Wunderlich ſchicken und mit ihm ſprechen!

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