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Schränke, Tiſche und andere Möbel, auch allerlei ſelt⸗ ſames Gethier in ausgeſtopftem Zuſtande, Krokodile, Schlangen, Vögel in Menge, getrocknete Fiſche von wunderbarer Geſtalt, und eine Unzahl von gläſernen Flaſchen und Gefäßen, in denen Reptilien von gräu⸗ lichem Ausſehen in Spiritus geſetzt ſtanden. Von hübſchen, bequemen, eleganten Möbeln bekam man nichts zu ſehen; nur lauter ſolchen alten Kram, vor dem ſich die Hökerweiber und die neugierig zuſchauenden Straßenjungen bald entſetzten, bald darüber lachten. Dieſe ausgeſtopften, getrockneten, in Spiritus geſetzten Beſtien und Reptilien brachte Herr Rempelmeier in der erſten Etage ſeiner Wohnung unter; ſtellte ſie auf Re⸗ gale und in alte Schränke längs den Wänden auf, ließ ſie an Stricken von der Stubendecke herab hängen, und machte in dieſer Weiſe ein wirkliches Naturalien⸗ Kabinet aus ſeinen Gemächern. Was in der erſten Etage nicht Platz fand, wurde in die obere, zweite gebracht, und auch hier aller leere Raum damit aus⸗ gefüllt. Hier oben hin brachte er auch große Kaſten voll Käfer und Schmetterlinge, die ſchon einen hüb⸗ ſcheren Anblick gewährten, als die widerlichen und ſelt⸗ ſamen Geſtalten der kriechenden Thiere, und nun war er ſo ziemlich mit ſeiner inneren Einrichtung fertig. Nur an Möbeln und Hausgeräth fehlte es noch, und Herr Wunderlich gab ihm den Rath, das Mangelnde in einem Möbelmagazine einzukaufen.
„ Denken Sie denn, daß ich ein Kröſus oder ver⸗ rückt und närriſch im Kopfe bin?« gab Herr Rempel⸗ meier barſch zur Antwort.„Ich war lange genug in Surinam, und habe mich hinlänglich in den Wäldern unter freiem Himmel herumgetrieben, um Euren un⸗


