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Nachbarſchaft die Geſchichte mit der kleinen Lieſe, und von Anfang an galt Herr Rempelmecier für einen argen Geizhals, als den er ſich dann ſpäter auch in der That bewährte. Gleich darauf gab er wieder ein Beiſpiel von ſchmutzigem Geize, indem er den Arbeitern, von denen er ſeine Habſeligkeiten vom Wagen in das Haus ſchaffen ließ, mit aller Gewalt von ihrem redlich ver⸗ dienten Lohne Abzüge zu machen verſuchte, ſich um ein paar Dreier eine halbe Stunde lang mit ihnen herum⸗
zankte, und lieber die größten Grobheiten einſteckte, als
ſeinen Geldbeutel öffnete. Schimpfend und murrend zogen die Leute ab, und Herr Rempelmeier hatte zwar ein paar Groſchen geſpart, ſich dafür aber auch in der ganzen Nachbarſchaft einen ſchlimmen Ruf erworben.
Daraus ſchien er ſich indeß nicht viel zu machen, denn er kümmerte ſich überhaupt nicht um die ganze Nachbarſchaft. Nur nach ſeinen Miethsleuten fragte er, und zwar nur aus dem einzigen Grunde, um ihnen eine Erhöhung des Miethszinſes anzukündigen. Wer ſich's nicht wollte gefallen laſſen, der mochte ausziehen, und in der That räumten auch Alle das Haus, bis auf einen alten Schuſter im Erdgeſchoß, der auf zeit⸗ lebens gemiethet hatte, und auf welchen wir weiter unten wieder zurückkommen werden.
Nun wohnte Herr Rempelmeier faſt ganz allein in ſeinem großen Hauſe, und richtete ſich nun ein, wie ein Dachs in ſeinem Bau. Zur Bedienung und Hülfe nahm er einen alten Burſchen an, der ſich ihm durch wohlfeilen Tagelohn empfahl, und kramte mit dieſem in den alten, verſtäubten Räumen des Hauſes umher. Auf ſeinem Frachtwagen hatte er mancherlei altes Ge⸗ rümpel mitgebracht, Kiſten und Kaſten verſchiedener A


