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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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am Ende dachte man gar nicht mehr an Fritz Rempel⸗ meier, ſondern betrachtete den Advokaten Wunderlich als den Beſitzer des Hauſes.

Da, nach vielen, vielen Jahren, hieß es auf ein⸗ mal:Rempelmeier kommt wieder nach Berlin!«

Der Advokat Wunderlich, der ſeit dem Tode des alten Rempelmeier nun ſelber ſchon ein alter Mann

mit ganz weißem Kopfe geworden war, hatte es ſelber

geſagt, und ſo unglaublich die Nachricht ſchien, mußte man ihr doch wohl Glauben ſchenken. Allen Miethern nämlich, die in der erſten und zweiten Etage wohnten, wurde gekündigt, ſie mußten Knall und Fall ausziehen, und konnten nicht einmal eins Entſchädigung dafür beanſpruchen, indem Advokat underlich in faſt allen ſeinen Mieths⸗Contrakten weislich ſeine Vorſichts⸗ maßregeln für dieſen Fall getroffen hatte. Im Uebrigen wurden aber keine großen Vorkehrungen weiter zum Empfange des Hausherrn getroffen. Als die ausge⸗ räumten, leeren Stuben und Kammern nothdürftig ein wenig geſäubert waren, ſchloß Herr Wunderlich die Thüren zu, und Niemand bekümmerte ſich mehr um das Haus, als die wenigen armen Leute, die oben in einem Dachſtübchen, im Erdgeſchoß und unter der Erde in der Keller⸗Etage wohnten.

Vierzehn Tage darauf rollte eines Morgens ein großer, ſchwer beladener Frachtwagen vor die Thür des Hauſes und hielt hier an. Während der Fuhrmann ſeine vier Pferde ausſpannte, ſtieg ein langer, hagerer Menſch mit verwitterten Zügen, in einen großblumigen, bunten Damaſt⸗Schlafrock gekleidet, und ein rothes wollenes Tuch um den Kopf gebunden, vom Wagen herunter, und fragte den erſten beſten Jungen, wo der

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