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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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alten Hauſes wechſelte faſt alle zwölf Monate, und

daß Fritz Rempelmeier ihn auf ſeinem letzten Gange begleitete. Das Haus ſtand leer und öde. Thür und Fenſter waren geſchloſſen, und in den verwaisten Zim⸗ mern trieben nun Ratten, Mäuſe und Spinnen ihr Weſen. Das dauerte ſo vier oder fünf Monate. Da auf einmal hing eine Tafel an der Hausthür, mit der Ankündigung:Haus im Ganzen oder auch im Ein⸗ zelnen zu vermiethen. Anfragen bei Advokat Wunderlich auf dem... Platze, Nummer 12.

Von Fritz Rempelmeier keine Spur weiter. Neugier oder Luſt zu miethen trieb verſchiedene Leute zum Herrn Wunderlich, der ein bekannter, viel beſchäftigter Advokat war. Man fragte, man forſchte nach Fritz Rempel⸗ meier, und der Advokat begnügte ſich mit der Er⸗ klärung, daß er Auftrag und Vollmacht habe, das Haus zu vermiethen. Die Vollmacht in beſter Form, von Hamburg datirt, lag vor. Was der Beſitzer des Hauſes dort betrieb, ob Handelsgeſchäfte oder was ſonſt, das erfuhr Niemand, und im Grunde genommen hatte auch Niemand danach zu fragen. Kurz und gut, das Haus wurde an verſchiedene Leute vermiethet, und

bald ſteckte es voll von oben bis unten. Der Mieth⸗

zins wurde an Advokat Wunderlich bezahlt, oder, wenn er nicht pünktlich bezahlt wurde, von demſelben einge⸗ trieben, und den wirklichen Hausherrn bekamen die Miether nicht zu ſehen.

Das dauerte Jahre lang ſo fort. Hie und da fragte einmal Dieſer oder Jener an, ob das Haus nicht zu verkaufen ſei? Aber der Advokat verneinte mit der entſchiedenſten Beſtimmtheit. Die alten Miether zogen aus, neue zogen ein, die Bewohnerſchaft des