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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſein Vater das Zeitliche und wurde begraben, ohne

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ein Dutzend kecke Sperlinge ihre Neſter in einigen Frucht⸗ und Blumenkörben, und ſogar zwiſchen die Köpfe von verſchiedenen geflügelten Engeln gebaut, und Strohhalme mit Federchen und dergleichen mehr gemiſcht hingen aus dieſen unordentlichen, ſchlecht erhaltenen Neſtern ſchuhlang heraus. Das ganze Haus, ver⸗ räuchert, beſchmutzt und mit blinden Scheiben, konnte alſo mit ſeinem ganzen verwahrlosten Aeußern nicht den angenehmſten Eindruck auf den Beſchauer machen, und wenn es trotzdem immer noch beſſer ausſah, als die nächſten Nachbarhäuſer, ſo verdankte es dies einzig und allein dem Umſtande, daß es von Anfang an nicht mit Kalkbewurf angeputzt war, der alſo auch nicht ſtellenweiſe in großen landkartenähnlichen Flecken abfallen konnte. Vernachläſſigt und rußigt bewahrte es durch ſeine maſſive Bauart doch immer den Anſchein von Dauer und Feſtigkeit.

Der Beſitzer dieſes Hauſes war ein alter, wunder⸗ licher Kauz. Er hieß Herr Rempelmeier, und nur wenige Leute gab es, die mehr von ihm wußten, als eben nur dieſen ſeinen Namen. Von wohlhabenden Aeltern in dem erwähnten Hauſe geboren und erzogen, hatte er ſeine Jugend in der Petergaſſe verlebt, und war dann, bald nach ſeiner Einſegnung, im ſiebzehnten Jahre ſeines Alters verſchwunden. Es hieß, ſeine Aeltern hätten ihn nach Hamburg in ein großes Droguerie⸗Geſchäft gethan, damit er dort den Handel erlernen ſollte. Seit jener Zeit wurde lange Jahre hindurch nicht viel mehr von ihm vernommen. Seine Mutter ſtarb, Fritz Rempelmeier gab kein Lebens⸗ zeichen von ſich. Zwei Jahre nachher geſegnete auch