Außenſeite mochte werden, was Wind, Wetter und Alter daraus zu machen Luſt hatten.
So befand ſich denn die Petergaſſe vor etwa zehn bis zwölf Jahren in einem traurigen Zuſtande des Ver⸗ falls und der Verwitterung, und nur ein einziges Haus zeichnete ſich vor den übrigen durch eine etwas beſſer erhaltene Außenſeite vortheilhaft aus. Es lag ziemlich in der Mitte der Gaſſe, und war aus dem Grunde heraus von ſoliden, tüchtigen Sandſtein⸗Quadern auf⸗ geführt. Ueber den Kellern, zu denen eine noch feſte, obgleich ſehr ſchmutzige Treppe hinunterführte, erhob ſich das etwas vorſpringende Erdgeſchoß mit gewaltigen Schwibbogen, deren dicke, maſſive Säulen von uner⸗ ſchütterlicher Feſtigkeit die oberen Stockwerke ſtützten und trugen. Die bedeckte Halle zwiſchen den Säulen und den bewohnten Räumen des Erdgeſchoſſes diente zu einem beliebten Durchgange und zu einem noch belieb⸗ teren Sammelplatze des Publikums bei eintretendem Regenwetter, obgleich der ohnehin ſchmale Raum noch mehr verengt wurde durch alte Hökerweiber, die in ihren Körben Obſt und Näſchereien für die bettelhaften Straßenjungen des Gäßchens feil hielten.
Unter dem Erdgeſchoſſe erhoben ſich noch zwei Stock⸗ werke, ebenfalls von Sandſtein⸗Quadern erbaut. Die verhältnißmäßig großen Fenſter waren von ſchön gear⸗ beiteten und fein ausgemeißelten Säulen eingefaßt, und die Simſe darüber zeigten in ſauberer Ausführung, welche die Hand eines geſchickten Bildhauers errathen ließ, mannigfache Verzierungen, die nur leider durch das Alter hie und da gelitten hatten, und durchgängig von ſchwärzlichem Mooſe, von Rauch und Schmutz überzogen waren, wie alles Uebrige. Ueberdies hatten


