im Innern Alles nothdürftig zuſammenhielt;
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jeden Groſchen zu Rathe halten, und ihre Wohnungen nach der Billigkeit, nicht nach der Bequemlichkeit, Schoͤn⸗ heit oder Geſundheit wählen mußten.
In alten Zeiten hatte die enge Gaſſe ohne Zweifel reichere Leute zu Bewohnern gehabt. Dazumal fragte man nicht viel nach Luft und Licht, und überhaupt, man wußte es eben nicht viel anders.„Eng' und wohl ſei beſſer, als weh' und weit,« meinten unſere Vor⸗ fahren, und dachten nicht viel darüber nach, ob ein ſo
enges, gedrängtes Beiſammen⸗Wohnen der Geſundheit
nützlich oder nachtheilig ſei. In ſpäteren Zeiten wurde das freilich anders. Da ſuchte man Luft und die liebe Sonne, man breitete ſich gern behaglich aus, und zog eine freundliche huͤbſche Ausſicht dem engen Zuſammen⸗ Leben vor. Die dumpfen finſteren Straßen und Gäßchen wurden verlaſſen, und da man die ſtattlichen, hohen Häuſer nicht mitnehmen konnte, wie das bewegliche Hab' und Gut, ſo wurden ſte verkauft und vermiethet, oft zu den billigſten Preiſen, wie's gerade traf. Nun zog die Armuth ein, wo bisher der Reichthum gethront hatte, und der Petergaſſe erging es in dieſer Weiſe, wie ſo vielen anderen Straßen und Gäßchen: ſie ſand allmählig von einem Quartiere der Reichen zu einem Winkel⸗Viertel der Armen herab, und mit der Armuth zog dann auch Schmutz, Unreinlichkeit und Verfall der Haͤuſer mit ein. Ihre vormals immer ſauber und ſtattlich erhaltenen Fronten überzogen ſich mit einem räucherigen Grau, Flechten und Mooſe wucherten auf den Geſimſen und Vorſprüngen, der Kalkanwurf bröckelte von den Wänden, und kein Menſch dachte daran, zu reinigen, zu erhalten und auszubeſſern. Wenn nur


