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„Der Herr läßt mich in Frieden zur Grube fah⸗ ren!“ rief der alte Stein, indem Thränen aus ſeinen Augen ſtürzten.„Ja, er iſt es! Es iſt Felix, unſer Felix! Welche Gnade von Gott für unſeren edeln, ſo tief gebeugten Herrn. Komm, Felix, ich muß dich zu deinem Vater führen, um ſeine tiefe Trauer in himm⸗ liſche Seligkeit zu verwandeln!“
Er riß den überraſchten, faſt willenloſen jungen Mann mit ſich fort; Iwan und die alte Suſanne folgten ihnen. Es gab eine Scene des Wiederſehens, des Wiedererkennens, die zu ſchildern meine Feder zu ſchwach iſt. Leſer, der Vater fand ſeinen lange Jahre beweinten Sohn, der Sohn ſeinen Vater und ſeine Heimath, die alten Diener das treu geliebte Kind des Hauſes wieder. Süßere Thränen ſind wohl nur ſel⸗ ten vergoſſen auf Erden, als die, welche im Zimmer des Grafen Normann damals die Augen feuchteten.
Der Tag neigte ſich. Iwan hatte erzählt, wie Graf Albin ihn durch Beſtechung gewonnen hatte, Felix zu entführen, wie dieß in der That geſchehen, wie Felix viele Jahre mit ihm herum gezogen war, wie endlich Fürſt Woronzow ſich des Jünglings an⸗ genommen hatte.
Seitdem verfolgte mich Unglück auf Unglück,“ fuhr er fort.„Meine Thiere ſtarben; Petrowitſch wurde von einem Bären zerriſſen, Alexia verließ mich. Ich ſtand allein. Da ging ich hieher in dieſe Gegend, um den Grafen Albin an ſein Verſprechen zu mahnen und mir das Blutgeld für Felix' Entführung aus⸗ zahlen zu laſſen. Er aber warf mich hohnlachend aus dem Hauſe, ohne mir nur einen Heller zu geben. Da
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