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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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aus, und flog, wie ein dunkler Schatten durch die in der Luft wirbelnden Schneemaſſen. Aber wie lange mochten, konnten ſeine Kräfte noch ausreichen zu dem furchtbaren Wettrennen mit dem entſetzlichen Sturme? Unmöglich konnte er noch eine Stunde, oder nur eine halbe Styande ſo fortgaloppiren.

In/ der That bemerkte Felix, daß allmählig ſeine Schu klligkeit nachließ, der Galopp verwandelte ſich in 8 ſcharfen Trab, der Trab in langſames Dahin⸗ ſochreiten. Felix hob ſeine Augen auf und blickte um

ſſich. Es war ihm, als ob der Sturm ſich gelegt und

die eiſige Kälte der Luft ſich bedeutend gemindert habe.

Ein Aufſchrei der Freude entrang ſich ſeinen Lippen, beim erſten Blicke hatte er erkannt, daß er ſich in einem Walde befand, deſſen dicht ſtehende Baumſtämme die Kraft des Windes brachen! Der Schnee lag hier im Gegenſatze zur offenen Heide ſehr dünn, und reichte dem dampfenden, von dem furchtbaren Laufe noch ſchnaubenden, edlen Hengſte kaum bis über die Hufe. Sein Inſtinkt hatte das brave Thier den Wald auf⸗ finden laſſen, der eine faſt eben ſo ſichere Zuflucht bot, als die kleine Heideſchenke gewährt haben würde.

Roß und Reiter erholten ſich ſchnell von den furcht⸗ baren Strapazen des wüthenden Schneeſturmes, und im innerſten Herzen dankte Felix dem erbarmungs⸗ reichen Gotte für die Rettung, die ihm ſo unverhofft und unerwartet zu Theil geworden war.

Langſamen Schrittes, um ſein edles Roß verſchnau⸗ fen zu laſſen, ritt er weiter. Er glaubte ſich im Walde vor jeder Gefahr geborgen, und hoffte früher oder ſpäter ein Dorf, ein Schloß, eine Hütte zu er⸗