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und ſchnüffelte in die Luft. Hierauf blieb er ſtehen, ſchüttelte ſchnaubend ſeine Mähne, und nahm einen
Anlauf umzuwenden, und nach dem vorigen Nacht⸗ quartier zurück zu galoppiren. Daran hinderte ihnh
aber Felix, indem er die Zügel feſter packte und den widerwilligen Hengſt mit einigen leichten Spornſtößen züchtigte. Das edle Thier ſträubte ſich noch ein wenig, in der bisherigen Richtung weiter zu gehen, gab aber doch endlich dem ernſteren Zureden und Drängen ſeines Reiters nach.
Noch eine Viertelſtunde etwa mochte vergangen ſein, da empfand Felix eine heftige, durchdringende Kälte, und vernahm zugleich ein dumpfes Sauſen von
Nordoſten her. Er wendete ſeine Blicke dahin, und 84 5
ſah eine mächtige, faſt den halben Himmel bedeckende, weißliche Wolkenmaſſe, die wie eine bewegliche Wand ſich gegen ihn heranwälzte. Das dumpfe Brauſen verſtärkte ſich mit jedem Augenblicke; jetzt fielen einige wirbelnde Schneeflocken aus der Luft herab; dann kam die Windsbraut mit furchtbarer Wuth und Gewalt einher geſtürmt, die durchdringende Kälte ſteigerte ſich zu ungewöhnlicher Heftigkeit, und zugleich ſtürzte der Schnee in ſolchen Maſſen über den einſamen Reiter her, als ob derſelbe ihn wie eine Lawine begraben wollte.
Felix ſtarrte mit Entſetzen in den ſo plötzlich los⸗ gebrochenen Aufruhr der Natur; einige Augenblicke fühlte er ſich wie gelähmt, dann aber, die Nothwen⸗ digkeit einſehend, daß ſchleunigſte Flucht vor dieſem ab⸗ ſcheulichen Unwetter das einzige Mittel zu ſeiner Ret⸗ tung darbiete, warf er ſein Pferd herum, und galop⸗ pirte mit dem Winde, von demſelben mit eiſigem


