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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Richtung ſchon nicht verlieren. Sie meinen es gewiß gut mit mir, lieber Freund, aber mein Geſchäft duldet keinen Aufſchub.

Nach dieſen Worten führte er das Pferd aus dem Stalle, ſchwang ſich in den Sattel, warf dem Wirthe mit freundlichem Abſchiedsgruß einen Silberrubel zu, und ſprengte dann ſo ſchnell in nordweſtlicher Richtung über die Heide davon, daß er nicht einmal die letzten, ihm zugerufenen Warnungen des Schenkwirthes ver⸗ nahm.

Nach einiger Zeit mäßigte er die anfängliche Eile, und muſterte mit einem ſpähenden, prüfenden Blick

Himmel und Erde.

Das Ausſehen des Himmels erſchien ihm allerdings drohend. Dunkles, ſchweres Gewölk bedeckte ihn von Aufgang bis Niedergang, und verbarg die Sonne voll⸗ ſtändig hinter ſeinem Unheil verkündenden Schleier. Die Luft war ſehr unfreundlich und rauh, aber von Wind entdeckte Felix keine Spur. Ueber dem Heide⸗ kraute, welches die weite unüberſehbare Heide bedeckte, lag ein grauer und feuchter Nebel.

Die Wetteranzeichen ſind allerdings nicht beſon⸗ ders günſtig, murmelte Felix vor ſich hin;indeß, mein Nachtlager iſt heute nur fünf Meilen entfernt, und die werden wir ja mit Gottes Hülfe wohl zurück⸗ legen. Das Pferd hat ausgeruht und gutes Futter

gehabt, ich ſelbſt bin warm gekleidet und bei friſchen Kräften, was ſollte ich da zu fürchten haben? Vor⸗ wärts, vorwärts alſo in Gottes Namen.

Der brave Ukrainer Hengſt trabte munter über

ſtutzte er aber plötzlich, hob den feinen Kopf hoch auf,

die Heide weiter. Nach Verlauf von etwa einer Stunde