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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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haus, aber der Wirth empfing ihn freundlich, und räumte ihm ſein beſtes Zimmer, ſeinem Pferde den beſten Fleck in dem Kuhſtalle ein. Der beſcheidene Felix war ganz damit zufrieden, und fand auf ſeinem harten Strohlager den erquickendſten Schlaf.

Neu geſtärkt erwachte er am folgenden Morgen, und beeilte ſich, ſeine Anſtalten zur Weiterreiſe zu treffen. Der Wirth ſuchte ihn im Stalle bei ſeinem Pferde auf.

Gospodin, ſagte er mit beſorgter Miene, das Ausſehen des Himmels verſpricht nichts Gutes für den heutigen Tag, ſondern drohet vielmehr mit Sturm und Schnee. Ich bitte Sie daher, reiten heute nicht fort. Sie haben einen böſen Weg dur unermeßliche Heiden, wo Sie nirgends Schirm und Obdach gegen das Unwetter finden. Bleiben Sie,

Gospodin, wenigſtens heute noch!

Mein Geſchäft hat Eile, guter Mann,verſetzte Felix.Ich muß fort, meine Pflicht ruft mich, und ich frage deßhalb wenig nach ein Bischen Wind und Schnee.

Oh, Gospodin, Sie wiſſen nicht, was ein Schnee⸗ ſturm hier in unſeren endloſen Heiden für eine furcht⸗ bare Naturerſcheinung iſt, erwiederte der Schenkwirth. Um Ihrer ſelbſt willen beſchwöre ich Sie, zu bleiben. Sie verlieren Weg und Steg, wenn der Sturm mit Gewalt losbricht, und die wirbelnden Schneemaſſen Ihnen die Augen blenden! 1

Pah, Sie übertreiben, gab Felix gleichgültig zur Antwort.Ich bin kein Neuling, guter Mann, und an jedes Wetter gewöhnt. Mit Hülfe meines Taſchen⸗ Kompaſſes und meines Pferdes werde ich die rechte

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