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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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das beſte Pferd dazu aus meinem Stalle ausſuchen. Nimm dabei Paul zu Hülfe, er verſteht ſich darauf.

Am nächſtfolgenden Morgen ritt Felix in aller Frühe nach herzlichem Abſchiede vom Fürſten auf einem kräftigen und flinken Ukrainer Pferde davon. Er war warm gekleidet, denn die Witterung fing ſchon an, rauh zu werden. Hinter ſeinem Sattel war ein Mantelſack feſt geſchnallt, welcher die ihm anver⸗ trauten Geldſummen enthielt. In den Sattelholftern ſteckten vier geladene Piſtolen; an Felix' Seite klirrte ein Säbel. Von dieſen ſämmtlichen Waffen verſtand er vortrefflich Gebrauch zu machen, und der Fürſt hatte darauf beſtanden, daß er ſie mitnehmen ſollte, um unterwegs etwa ihm begegnenden Bettlern und Landſtreichern Reſpect einzuflößen. Felix fürchtete in⸗ deß keineswegs ein Zuſammentreffen mit derlei Leuten. Er verließ ſich auf ſeine Jugendkraft, und ſeine Gei⸗ ſtesgegenwart, und auf die Stärke und Schnelligkeit ſeines vortrefflichen Pferdes.

So ritt er ſorglos dahin, über weite Heiden, durch langgedehnte, beinahe pfadloſe Wälder in einem ſehr menſchenarmen Landſtriche, wo er nur ſelten auf ein vereinzelt liegendes Gehöft oder eine armſelige Köhlerhütte im Dickicht des Waldes traf. Ihn küm⸗ merte das weiter nicht. Er verfolgte ſtetig ſeinen Weg, raſtete um Mittag ein paar Stunden auf einer Waldwieſe, welche ſeinem Pferde trotz der ſpäten Jahreszeit noch reichliches Futter bot, beſtieg dann wieder ſein Roß, und erreichte mit ſinkender Sonne ein kleines Dorf, welches ihm der Fürſt als ſein erſtes Nachtquartier bezeichnet hatte.

Er traf hier freilich nur ein ſehr ärmliches Wirths⸗