17
durch Unvorſichtigkeit der Handhabung der Flinte ver⸗ mieden würde.
Der Park von Socolnicz war ſehr groß und aus⸗ gedehnt. Er ſtreckte ſich vom Schloſſe bis an den Saum des faſt eine Stunde weit entfernten großen Waldes aus, von welchem er durch ein ſtarkes eiſer⸗ nes Gitter geſchieden wurde. Ueber den Bach, der ihn durchſtrömte, führten mehrere kunſtloſe Brücken. Die Ufer deſſelben waren von herrlichen Bäumen be⸗ ſchattet, deren Reichthum überhaupt die ſchönſte Zierde des Parkes ausmachte. Man konnte nirgends pracht⸗ vollere Eichen, Buchen und Birken ſehen, als die im Parke von Socolnicz.
Felix hielt ſich gern in dieſem ſchönen Parke auf,
und da ihn faſt immer der alte Stein begleitete, ſo ſtörte Graf Robert das Vergnügen ſeines Sohnes nicht, ſondern ſah es ſogar mit Freude, daß der kleine Burſche ſo viele und tiefe Empfänglichkeit für die Schönheiten der Natur beſaß. Eines Tages konnte indeſſen der alte Haushof⸗ meiſter den kleinen Felix nicht überwachen. Graf Robert ertheilte ihm in Gegenwart des Grafen Albin einen Auftrag, der ihn auf den ganzen Tag vom Schloſſe fern halten mußte. Bevor er den Auftrag ausführte, bat er indeß den kleinen Felix, heute nicht in den Park zu gehen, oder ſich, wenn es geſchähe, wenigſtens von Suſanne oder irgend einem andern Diener begleiten zu laſſen. Felix ſagte zu, hatte aber im nächſten Augenblicke ſein Verſprechen ſchon wieder vergeſſen.
Graf Robert befand ſich nicht ganz wohl, und mußte deßhalb das Zimmer hüten. Sein Vetter Albin
2
Graf und Bärenführer.


