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Vorläufig verhielt ſich indeß Graf Albin nach ſei⸗ nem verunglückten Verſuche, ſich des kleinen Felix durch das Scheuen ſeines Ponys zu entledigen, ganz ruhig. In ſorgloſer Trägheit lebte er ſeine Tage auf Koſten des Grafen Normann dahin, ritt oder fuhr ſpazieren, ging auf die Jagd, oder vertrieb ſich die Langeweile durch andere Zerſtreuungen, wie ſie die wild⸗ und fiſchreichen Umgebungen des Schloſſes So⸗ colnicz eben darboten. Um Felix ſchien er ſich nicht beſonders viel zu bekümmern, wenn er auch keine Ge⸗ legenheit vorüber gehen ließ, wo er ihm ſchmeicheln oder ihn liebkoſen konnte. Von ſeinen Jagdſtreifereien brachte er ihm allerlei kleine Geſchenke mit, bald einen bunten Vogel, den er erlegt, bald ein Eichhörnchen, das er gefangen, bald Eier von Vögeln, die er im Walde aus den Neſtern genommen hatte. Der Knabe freute ſich darüber, und wendete dem Vetter ſeine ganze kindliche Neigung zu. Oft bat er den Vater um Erlaubniß, den Grafen Albin bei einer ſolchen Jagdſtreiferei auf ſeinem Pony begleiten zu dürfen, aber dieß gab Graf Robert nie zu,— viel⸗ leicht von einer unbeſtimmten Ahnung getrieben, daß dem Kleinen in den einſamen, weitläufigen und düſtern Wäldern irgend welche Gefahren drohen könnten. Im Parke des Schloſſes, der von einem nicht breiten, aber ſehr tiefen und reißenden Bache durchſtrömt wurde, mochte ſich Felix mit Erlaubniß ſeines Vaters tum⸗ meln, ſo viel er wollte, ja, er ſchenkte dem Knaben ſogar eine kleine Vogelflinte, um damit Krähen und Elſtern im Parke zu ſchießen. Doch durfte Felix nur dann von dem Gewehre Gebrauch machen, wenn der
alte Stein ihn begleitete, damit jedes etwaige Unglück*


