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leiſtete ihm Geſellſchaft, war aber ſo wortkarg und verdrießlich, daß es dem Grafen Robert auffallen mußte.“
„Höre, Vetter,“ ſagte er zu ihm,„ich ſehe wohl, du langweilſt dich bei mir, was ich dir übrigens durch⸗ aus nicht übel nehme und gar nicht verarge. Beſteige mir zu Liebe ein Pferd und mache einen Spazierritt in freier Luft. Das wird dich aufheitern, und du wirſt heute Abend froh geſtimmt zu mir zurückkehren.“
Graf Albin ließ ſich das geſagt ſein, und ſträubte ſich gar nicht gegen den wohlgemeinten Vorſchlag ſei⸗ nes Vetters. Nach zehn Minuten ſaß er zu Pferde und ſprengte dem Walde zu, in deſſen dichtem Schat⸗ ten er bald ſpurlos verſchwand.
Eine Stunde ſpäter befand er ſich an dem äußer⸗
ſten Ende des Parkes, da, wo derſelbe vom Walde
begränzt wurde. Hier ſah er ſich vorſichtig um und ſprang, als er weit und breit kein menſchliches Weſen bemerkte, aus dem Sattel. Nachdem er das Pferd an einen Baumaſt feſt gebunden hatte, näherte er ſich dem eiſernen Geländer des Parkes, kletterte gewandt hinauf, und ließ ſich auf der andern Seite wieder auf den Boden niedergleiten.
Jetzt befand er ſich im Parke und eilte raſchen Schrittes zu dem Bache hin. Am Ufer deſſelben an⸗ gelangt, ging er ſtromauf, bis er an eine Brücke kam,
welche, wie alle Uebrigen, nur aus einem Stege von
ſtarken Brettern beſtand. Mit leichter Mühe hob er ihn auf, ſchob ihn ein Stück zurück, und legte ihn dann ſo knapp am Rande des ſteilen Ufers nieder, daß er unfehlbar in das Waſſer hinabfallen mußte, wenn er von Jemand betreten wurde, mochte dieſer


