ernſtem Geſicht.„Wiſſen Sie, Herr Graf, ich denke, dieſer Zufall iſt nicht ſo ganz zufällig, wie Sie in Ihrer ahnungsloſen Hochherzigkeit ſich überreden wollen.“
„Wie meinſt du das, Stein?“ fragte der Graf betroffen.
„Ich meine, mit gnädigſtem Verlaub, Herr Graf, daß ich Ihrem Vetter, dem Herrn Albin nicht über den Weg traue,“ verſetzte der alte Mann mit Ent⸗ ſchiedenheit.
Graf Robert ſchüttelte den Kopf.
„Du biſt nicht recht bei Troſt, Stein,“ entgegnete er.„Mein Vetter liebt mich und meinen Knaben, er beweißt uns bei jeder Gelegenheit ſeine Anhänglichkeit, und hat namentlich Felix ganz beſonders in ſein Herz eingeſchloſſen. Außerdem, welchen Grund könnte er haben, mir oder Felix übel zu wollen? Er iſt mein Gaſt, ich bin ſein einziger Halt und ſeine einzige Hoff⸗ nung in der Welt, ohne meine Unterſtützung würde er ein Bettler ſein, er hat alſo vollkommen begründete Urſache, Anhänglichkeit für uns zu fühlen.“
„Aber haben Sie wohl ſchon daran gedacht, Herr Graf, daß Felix das einzige Hinderniß iſt, welches zwiſchen dem Grafen Albin und der Ausſicht ſteht, dereinſt Erbe Ihrer großen Güter und Beſitzthümer
zu werden?“ ſagte Stein mit bedenklichem Nachdruck.
„Wenn Felix ſtirbt, ſo iſt Graf Albin als Ihr ein⸗ ziger noch lebender Verwandter in grader Linie natur⸗ gemäß Ihr Univerſal⸗Erbe und dereinſtiger Nach⸗
folger.“
Graf Robert konnte eine leichte Betroffenheit bei


