mehr geſtatten kann,“ verſetzte der Graf mit abweh⸗ render Miene.„Das würde Gott verſuchen heißen! Für heute bleibſt du ruhig auf dem Sopha liegen, Felix! Nicht gemurrt! Ich befehle es, und werde bei dir bleiben, um dir die Langeweile zu vertreiben. Nicht wahr, lieber Stein, es iſt beſſer ſo?“
„Gewiß, Herr Graf,“ verſetzte der alte Mann ehr⸗ erbietig,—„es könnte doch vielleicht eine kleine Hirn⸗ erſchütterung in Folge des Sturzes vorgekommen ſein, und dieß zu ermitteln, muß Felix ſich wenigſtens bis morgen möglichſt ruhig verhalten. Wenn Sie es er⸗ lauben, Herr Graf, ſo vereinige ich mit Ihren Be⸗ mühungen die meinigen, um Felix die Zeit der Ge⸗ fangenſchaft zu verkürzen!“
Der Graf gab gern ſeine Einwilligung, und Felix klatſchte fröhlich in die Hände, indem er ausrief:
»Ja, ſo iſt's recht! Wenn Stein bei mir bleibt, will ich mich ganz ruhig verhalten. Er kann ſo hübſch mit mir ſpielen! Weißt du was, Stein? Hole mir den Baukaſten her, rücke mir einen großen Tiſch vor das Sopha, und dann laß' uns Schlöſſer und Feſtun⸗ gen bauen! Der alte Vater Stein verſteht ſich darauf, Papa! Neulich hat er mir Socolnicz gebaut, grade wie es iſt, mit dem gothiſchen Thorwege und den vier dicken Eckthürmen, daß man es auf der Stelle erkennen mußte!“
Der alte Mann erfüllte bereitwillig die Wünſche des Knaben, rückte einen Tiſch an das Sopha, ſchüt⸗ tete den Inhalt eines großen Baukaſtens darauf aus, und bemerkte mit Vergnügen, daß Felix nach wenigen Minuten ſchon ſo ganz in ſeine Baupläne vertieft war, daß er alles Andere, ſelbſt die Anweſenheit ſeines


