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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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einen alten Mann mit grauen Locken, den Haushof⸗ meiſter Stein, herbei.

Was iſt geſchehen, Herr Graf? fragte dieſer. Felix! Um des Himmels willen, was iſt ihm be⸗ gegnet?

Vom Pferde geſtürzt! ſtieß der Graf haſtig her⸗ vor.Geſchwind einen reitenden Voten zum nächſten Arzte! Mein armer Knabe! Er regt ſich nicht! Barm⸗ herziger Gott, habe Mitleiden mit mir! Es iſt mein einziges Kind! Nimm mir nicht die alleinige Freude meines ganzen Lebens!

Der alte Stein, anſtatt der Weiſung des Grafen zu folgen, rannte in ein Zimmer und kehrte ſchnell mit einem Fläſchchen Aether zurück, von welchem er einige Tropfen in ſeine Hand goß, und damit Stirn und Schläfe des noch bewußtloſen Knaben einrieb. Faſt unmittelbar darauf ſchlug der Kleine die Augen auf, und blickte etwas verwirrt, aber doch hell und klar ſeinem Vater und dem alten Stein in's Geſicht.

Muth, Herr Graf, ſagte der Letztere freudig, Felix lebt, und wird ſich bald gänzlich erholen! Ein Arzt, ſo hoff' ich zuverſichtlich, wird nicht nothwendig werden! Sie wiſſen ja, Herr, ich bin ſelber ſo ein Stückchen von Doktor, und ich ſehe ſchon, es iſt keine unmittelbare Gefahr vorhanden. Legen Sie, ich bitte, den Knaben auf das Sopha!

Der Graf, hoch erfreut, wenigſtens wieder ein Lebenszeichen ſeines Sohnes zu ſehen, bettete den Knaben ſanft nieder, und der alte Stein unterſuchte ſorgſam und vorſichtig die Glieder deſſelben, um ſich zu überzeugen, daß kein Arm und kein Bein gebro⸗

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