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Graf und Bärenführer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Der verwegene Junge hatte aber bereits ſeinen Anlauf genommen, ſprengte im Carrière auf das

Stacket zu, und der Pony hob ſich, um den kühnen

Sprung zu thun. Im nämlichen Augenblicke tauchte aber plötzlich, wie aus der Erde gewachſen, jenſeits des Geländers eine menſchliche Geſtalt auf, und eine Stimme herrſchte dem Knaben barſch entgegen:Zu⸗ rück! Du wirſt das Wageſtück nicht durchführen, Burſche!

Der Ponny, erſchreckend und ſcheuend vor der plötzlichen Erſcheinung, machte, ehe der Knabe auf ſeinem Rücken es verhindern konnte, einen jähen Satz zur Seite und der Reiter flog, wie eine Kugel aus einer Bombe, im Bogen aus dem Sattel in den Sand.

Der gelle Aufſchrei des entſetzten Vaters vermiſchte

ſich mit einem anderen Schrei, der eher höhniſch

triumphirend und hohnlachend, als erſchrocken und theilnehmend klang.

Der Vater vernahm dieſen zweiten Schrei nicht. Er ſtürzte in Todesangſt auf den Knaben zu, der be⸗ ſinnungslos auf der Erde lag, aber immer noch mit krampfhaft geſchloſſener Hand die Zügel des ſcheuen Pferdes feſthielt. Ein Augenblick genügte, ſie der

ſchwachen Kindeshand zu entreißen, und während der 3

Pony in wilden Sätzen auf dem Hofe herum fegte,

hob der Vater den betäubten Knaben auf, und trug

ihn auf ſeinen Armen die Treppe hinauf in das Schloß.

Zu Hülfe! rief er mit Donnerſtimme,Stein!

4 Suſanne! Zu Hülfe, um Gottes willen! Felix ſtirbt

mir unter den Händen! 1 ein lauter Ruf lockte ſchnell einige Diener, und

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