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Verräther ſeiner Brüder und ſeines Vaterlandes ver⸗ dient kein beſſeres Loos!«
„Genug! Laß die Todten ruhen, Vollbrand!“ ſagte Heinrich, indem er aus dem Boote ſprang.„Wir haben noch viel zu ſchaffen in dieſer Nacht, und wer⸗ den wohl thun, die Zeit zu benutzen! Was ſoll ge⸗ ſchehen, Gysbert?«
»Die Ladung der Brigg in's Gewölbe geſchafft, die Gefangenen an Bord gebracht, und dann wieder nach England,“ erwiederte Gysbert.„Friſch an's Werk, Leute!“
Alles geſchah nach Gysberts Geheiß. Ehe die Morgenröthe den kommenden Tag verkündete, war das Werk gethan und die Brigg lag ſegelfertig in der Bucht. Nur Gysbert, Heinrich, Martha, Herr Bar⸗ dewiek, der alte Peters und die kleine Mary verweil⸗ ten noch in dem Thurmgemache in kurzer Berathung.
„Es verſteht ſich von ſelbſt, daß ich Sie nach Lon⸗ don bringe,“ ſagte Gysbert freundlich und treuherzig zu ſeinen Gäſten.„Aber Ihr, Heinrich und Martha? Was ſoll mit Euch geſchehen?«
„Sie gehen mit uns,“ ſagte Herr Bardewiek raſch. „ Ihre Hütte iſt verbrannt, ihre Habe verwüſtet, und
ſelbſt ihre Freiheit bedroht— Alles um mich! Oder
glaubt Ihr etwa, daß die Douaniers nicht nach dem
Verſchwinden ihres Kapitäns und ihrer Kameraden for⸗ ſchen, daß ſie nicht Heinrich einkerkern werden, um von ihm, auf den der nächſte Verdacht fällt, ein Geſtändniß zu erpreſſen?«
„Ja, ich fürchte das ſelbſt!« ſagte Gysbert.„Aber was iſt zu thun? Das Mädchen kann nicht an Bord bleiben und auch Heinrich iſt faſt noch zu jung!“


