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Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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fort! Wir müſſen einen anderen Schlupfwinkel für unſer Gewerbe ſuchen, obgleich wir« ſetzte er ſeuf⸗ zend hinzunie wieder einen wie dieſen finden werden.

Schon wandten ſich Alle zum Gehen, um nach dem Thurme zurückzukehren. Da, durch die tiefe Stille der Nacht, erſchallte von weither ein langgezogener, wilder, ſchrecklicher Schrei, brach ſich in bebenden Schwingun⸗ gen an den Ruinen des Felſens, und erkältete das Blut in den Adern der ſturmfeſten Seemänner.

Großer Gott, was iſt das? rief Gysbert, und hielt ſeine Schritte an.

Alle ſtanden und lauſchten. Horch, da wieder die⸗ ſer Mark und Bein erſchütternde Weheruf, in wilden, gellenden Tönen wie aus dem Meere herauf erſchal⸗ lend..

Es iſt ein Menſch in der höchſten Gefahr!« ſagte Heinrich erbleichend.Ich erkenne die Stimme, es iſt die Süſhue des entflohenen Sybrand!«

»Herr mein Heiland, du haſt Recht, Bruder! rief Gysbert.Der Unglückliche hat über das Riff flüch⸗ ten wollen, die Fluth hat ihn überraſcht, er hat die Richtung verloren und der Sand der Düne hält ihn gefangen. Zu Hülfe, Männer! Noch iſt er vielleicht zu retten! Die Ruder herbei! Barmherziger Gott, warum zögert Ihr?«

»Er iſt ein Spion und Verräther! entgegnete der Steuermann finſter.»Gott hält Gericht über ihn, und meine Hand wenigſtens ſoll da nicht eingreifen!«

Gysbert war im Begriff, eine heftige Antwort zu geben, da ſcholl wieder der entſetzliche Schrei über das Meer, und die Worte erſtarben ihm im Munde.