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Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ich bin es, ich! rief Martha anſtatt des Steuer⸗ manns zur Antwort zurück.Ich danke dem Himmel, Gysbert, daß du hier biſt. Alles iſt entdeckt Hein⸗ rich mit dem Kaufmann Bardewiek und ſeinem Buch⸗ halter Peters aus Bremen gefangen! Wir ſind ver⸗ loren, wenn du nicht Hülfe und Rettung bringſt.«

Ha, das ſind ſeltſame Nachrichten! rief Gysbert. An Bord, Martha! Alle an Bord! Ich muß das genauer wiſſen, um meine Maßregeln zu nehmen.

Nur wenige Augenblicke vergingen, und die Befehle des Kapitäns waren ausgeführt. Martha umarmte ihren Bruder Gysbert, der ſie zärtlich an die Bruſt drückte, und erzählte dann mit fliegenden Worten, was ſie von den Vorfällen in den Ruinen wußte. Wie aber Sybrand das Geheimniß entdeckt hatte, darüber konnte ſie keine Auskunft geben.

Es thut auch nichts, er wird es wie ein Spion erſchlichen haben, ſagte Gysbert, ein ſchlanker, kräfti⸗ ger Seemann von etwa vierundzwanzig Jahren mit offenem, kühnem Geſicht, aus deſſen hellen Augen Muth und Entſchloſſenheit blitzte.Wie ſtark iſt die Mann⸗ ſchaft, die euch überfallen hat?«

Etwa zwanzig Mann, gewiß nicht mehr. Fünf halten mit Sybrand unten Wache, die Anderen ſind oben.

Nicht mehr? Nun, wir ſind unſer ſechszehn, und können's alſo mit ihnen aufnehmen, ſagte Gysbert. Warten wir noch eine kurze Zeit, bis die Fluth hoch genug herauf iſt, um das Riff zu überſpüͤlen. Sie haben doch keine Boote bei ſich, Martha? Keiner von ihnen darf uns entwiſchen, nicht Einer!«