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Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ich bin Martha! Ihr müßt mich auf der Stelle zu meinem Bruder Gysbert bringen! Es iſt die höchſte Gefahr, wenn Ihr zögert!«

»Martha? Martha Ramberg? Ei, zum Henker, warum haſt du das nicht gleich geſagt? Wir hätten dir den Schrecken erſpart. Aber wie kommſt du mitten in der Nacht hierher?«

Von oben! Alles iſt entdeckt, der Thurm und das Gewölbe von den Douaniers beſetzt, Heinrich ge⸗ fangen..«.

»Aber wie, bei allen Seelöwen, hat dies geſchehen können? unterbrach der Steuermann das Mädchen.

»Sybrand! Er iſt der Verräther!« erwiederte Martha. 5 1

Ah, der Hund! murmelte der Steuermann mit unterdrückter Wuth.Das wollen wir ihm gedenken! Aber du haſt Recht, Martha! Wir müſſen zum Ka⸗ pitän! Friſch, Leute! Rudert, als ob das Blut un⸗ ter den Nägeln hervorſpritzen müßte! Hurtig, hurtig voran!«

Die beiden Boote, von kräftig geführten Rudern getrieben, flogen wie Moͤven über das dunkle, ſtille Waſſer. Nach wenigen Minuten erreichten ſie eine zweimaſtige Handels⸗Brigg, deren ſchwarze Wände dü⸗ ſter gegen den helleren Himmel abſtachen. Der Mond glänzte noch auf dem Waſſer und warf ſein volles Licht auf die Boote, welche jetzt nicht mehr vom Schatten des Felſens eingehüllt wurden.

»Vollbrand, was gibt es?« fragte eine noch jugend⸗

liche, aber kräftige Baßſtimme von Bord herunter. »èDu kommſt mit zwei Booten zurück! Wie ſteht es

oben?«