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„Keinen!“ entgegnete Sybrand.„Wenigſtens iſt mir keiner bekannt.“
„Gut!« befahl Kapitän Danville.„Zehn Mann folgen uns! Die Uebrigen halten hier und am Ein⸗ gange des Thurmes Wache! Niemand darf paſſiren! Vorwärts, Monſieur Sybrand.“
„Nur leiſe!“ ſagte dieſer.„Vielleicht überraſchen wir ſie im tiefſten Schlafe, und dann iſt es um ſo leichter, ſich ihrer zu bemächtigen.“
Leiſe alſo und mit ſo wenig Geräuſch wie möglich ſtiegen die Soldaten die Treppe hinab. Unten ſchienen in der That Alle im Schlafe zu liegen. Es rührte und regte ſich nichts. Sybrand und Kapitän Danville traten in das Gewölbe. Eine Ampel brannte und er⸗ hellte den weiten Raum mit mattem Schimmer. Alles war ſtill, bis plötzlich ein Douanier, der letzte, welcher die Treppe hinabſtieg, eine Stufe verfehlte, ſtolperte und heftig zu Boden ſtürzte. Im Fallen entlud ſich ſein Gewehr, und wie ein Donnerſchlag krachte der Schuß im Gewölbe wieder.
„Verrath!“ ſchrie eine Stimme mit dem Ausdrucke des Schreckens und Entſetzens.„Wir ſind verrathen!“
„Gefangene ſeid ihr!« rief Kapitän Danville ge⸗ bieteriſch.„Widerſtand iſt vergebens! Haltet euch ruhig! Jeder Ausweg zur Flucht iſt euch abgeſchnit⸗ ten!“
„Noch nicht, Gott ſei Dank!“ ſchrie die vorige Stimme wieder, und eine ſchlanke Geſtalt glitt aus dem dunkeln Hintergrunde des Gewölbes auf die Ampel zu,
welche gleich darauf erloſch. Aber Heinrich— er war
es, der kühn und furchtlos den feindlichen Eindring⸗ lingen Trotz bot— hatte nicht bemerkt, daß Sybrand
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