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Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Sybrands Neugierde wurde von Neuem geſchärft, und in der Erwartung der Dinge, die ſich nun, wie er hoffte, ereignen würden, vergaß er wieder auf einige Augenblicke Hunger und Durſt. Durch eine Scharte in der Thurmmauer konnte er deutlich ſehen, was draußen vorcig. Heinrich zündete den Scheiterhaufen an die Flammen loderten züngelnd empor, und Sybrand trat vorſichtig ein wenig zurück, um nicht zu⸗ fällig beim Scheine des Feuers, das die Umgebungen mit Tageshelle erleuchtete, von Heinrich bemerkt zu werden.

Faſt eine Stunde brannte der Scheiterhaufen, dann ſank er zuſammen, und nur ein Haufen rothglühender Kohlen blieb zurück. Heinrich, der bis jetzt draußen geblieben war, kehrte der erlöſchenden Gluth den Rücken zu und wandte ſich wieder nach dem Thurme. Auch Sybrand kehrte auf ſeinen Späherpoſten zurück, warf ſich nieder und brachte ſein Auge an die Oeffnung der Decke. 3

Kaum war dies geſchehen, ſo zuckte er wie von einem elektriſchen Schlage getroffen, zuſammen, warf ſich zurück und ſtieß einen Schrei aus, einen heftigen, aber kurzen und unterdrückten Schrei des Entzückens, den ſeine bewegte Bruſt nicht zu erſticken vermochte. Er hatte geſehen das Geheimniß war enthüllt, und er hatte dabei noch außerdem eine Entdeckung ge⸗ macht.

Das Zimmer war nicht mehr leer. Während Hein⸗ rich draußen den Scheiterhaufen anzündete, hatten die Flüchtlinge, nämlich Herr Bardewiek und ſein alter Buchhalter Peters, nicht entfernt eine Gefahr ahnend, das unterirdiſche Gewölbe verlaſſen und zu allem Un⸗