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freien Athem. Wenn er nur jetzt noch das Geheimniß erlauſchte, ſo wollte er aller vorhergegangener Leiden und Beſchwerden nicht weiter achten. Hurtig beugte er ſich, als Heinrich in den Thurm ging, nach ſeinem Lugloche nieder und ſpähte in das Gemach hinab. Heinrich ſchlug Feuer. Ein matter, bläulicher Schein zitterte durch den Raum— gleich darauf brannte die Lampe, wie geſtern, und ihr glänzender Schein erhellte das ganze Zimmer. Athemlos lauſchte, ſchaute, ſpähte Sybrand— aber wieder wurde ſeine brennende Er⸗ wartung getäuſcht: das Gemach te ſich ganz wie immer— nirgends etwas Ungemhiliches, nirgends auch nur eine Andeutung von einen berborgenen Ge⸗ heimniſſe. Sybrand verzweifelte nachgrade daran, ir⸗ gend etwas zu entdecken, und knirſchte wüthend mit den Zähnen.
Schon war er im Begriff, ſein anſcheinend nutz⸗ loſes Späheramt fuür jetzt aufzugeben, an das Land zu gehen und ſich mit Proviant zu verſorgen, um dann in der Nacht oder gegen Morgen ſeinen Poſten wie⸗ der einzunehmen, als Heinrich abermals den Thurm verließ, und mit raſchen Schritten den Felſen nach dem Riffe hinabſtieg. Sybrand athmete leichter auf. Wenn Heinrich entfernt war, konnte er ſelbſt ſeinen Rückzug und ſeine Wiederkehr um ſo gefahrloſer bewerkſtelligen. Aber von Neuem und noch einmal wurde er getäuſcht. Anſtatt über das Riff hinweg zu ſchreiten, worauf Sybrand mit Beſtimmtheit gerechnet hatte, kam Hein⸗ rich mit einer Laſt Holz auf den Schultern den Ab⸗ hang wieder herauf, warf die ſchwere Bürde auf dem Vorſprunge des Felſens ab, und machte ſich ruhig an das Geſchäft, wie neulich einen Scheiterhaufen aufzubauen.


