Druckschrift 
Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

Diable! Der Burſche hat Recht! Dummkopf, der ich war!« murmelte Morin verbiſſen zwiſchen den Zähnen.Doch gleichviel,« ſetzte er raſch hinzu man wird ein neues Feuer anzünden.«

Probiren Sie's!« ſagte Heinrich, und ſetzte ſich ruhig auf ein Mauerſtück nieder.»Probiren Sie's, und ich wünſche guten Erfolg.

»Spotte nur, ſpotte, naſeweiſer Bube!« entgegnete Morin wüthend.Wir werden dir's eintränken! Ge⸗ ſchwind, Leute! Schafft anderes Holz herbei! Das Feuer ſoll bald wieder brennen!«

»Es wird nichts nützen, Herr,« nahm der Verrä⸗ ther Sybrand jetzt das Wort.Dieſe Nacht kommt nun Niemand mehr. Wenn der Scheiterhaufen, wie ich allerdings überzeugt bin, ein Signal war, ſo haben es die Spitzbuben ſo gut geſehen, wie wir, und das gewaltſame Löſchen des Brandes wird ihnen ein Zei⸗ chen ſein, daß es heute nicht geheuer hier iſt. Halten Sie den Burſchen gefangen, und zünden Sie morgen bei einbrechender Nacht ein neues Feuer an. Dann werden die Paſcher ſich fuͤr ſicher halten und laufen uns blind in die Falle!«

»Schuft, elender niedriger Schuft!« murmelte Hein⸗ rich leiſe, aber doch deutlich genug, daß der Douanier Morin die Worte verſtand.

»Recht, Sybrand, du biſt ein kluger Burſche!« ſagte er.So ſoll es geſchehen! Auf morgen denn! Und bis dahin wollen wir dich ſo feſt verwahren, Heinrich, daß du uns nicht entwiſchen ſollſt. Ergreift ihn, Leute, und fort mit ihm auf die Statjon!«

»Ha, Sie haben kein Recht dazu, Herr, mich feſt zu halten!« rief Heinrich entrüſtet.»Sie überſchreiten

8