wollen Sie denn, Monſieur Morin! Ich zünde mir zu meinem Vergnügen einen Scheiterhaufen hier auf dem Felſen an, wo nicht die mindeſte Gefahr iſt, und da ſollt' ich doch meinen, daß Niemand etwas dagegen einzuwenden habe!«
„Deine Ausflüchte werden dir wenig nützen!« ſagte Morin ärgerlich.„Dieſes Feuer hat einen anderen Zweck, als nur zu deinem Vergnügen zu dienen! Es iſt ein Zeichen für die Paſcher! Läugne nicht länger!“
„Wenn Sie das denken, Monſteur, ſo brauchen Sie's ja nur auszulöſchen,“ entgegnete Heinrich.„Ich kann es Ihnen nicht wehren!“
„Das wollen wir auch!« rief der Douanier und ſtieß mit dem Stiefel die brennenden Scheite um.„Fort damit in's Meer! Munter, Leute! Werft die Stücke hinab!«
Ein paar Augenblicke genügten, den Befehl zu voll⸗ ſtrecken, und ziſchend erloſchen die flammenden Scheite und glühenden Kohlen im Waſſer. Heinrich lachte laut und ſpöttiſch auf. G
„Danke, Monſieur Morin!“ ſagte er.„Wie nun, wenn das Feuer wirklich ein Zeichen für die Paſcher geweſen wäre, um ſie hierher zu locken?“
„Um ſo beſſer!“ rief Morin—„ſo werden wir ſie erwarten und in Empfang nehmen! Du ſollſt uns wohl nicht entwiſchen!“
„Ja, warten Sie, warten Sie, Monſieur Morin!« erwiederte Heinrich.„Nun freilich, da das Feuer ſo plötzlich ausgelöſcht iſt, werden die Erwarteten ſchwer⸗ lich kommen! Wenn Sie ihre Ankunft ſo ſehr wünſch⸗ ten, hätten Sie den Scheiterhaufen ruhig niederbrennen laſſen müſſen.“


