17
„Gleichviel,“ entgegnete der Douanier—„du haſt jetzt keine Bemerkungen weiter zu machen, ſondern nur auf meine Fragen Antwort zu geben. Verſtan⸗ den?«
„Ah, ich verſtehe Sie ganz gut, Herr Morin,“ er⸗ wiederte Heinrich ſpöttiſch.„Sie haben ſchon leidlich deutſch gelernt, und wahrſcheinlich iſt Sybrand Ihr Lehrer geweſen! Sie folgen ja ſehr gern ſeiner Lei⸗ tung, wie ich ſehe.“
„Du biſt ein unverſchämter Burſche!“ ſagte Morin zornig.„Aber das wird ſich geben, wenn du erſt im Gefängniſſe dein Quartier aufgeſchlagen haſt.“
„Im Gefängniſſe? Und warum? Man wirft die Leute nicht nur ſo in's Gefängniß, wenn ſie kein Ver⸗ brechen begangen haben.“
„Und dies Feuer, Burſche? Willſt du läugnen, daß du dies Feuer angezündet haſt?«
»Keineswegs— ganz und gar nicht?« antwortete Heinrich leichthin.„Hat vielleicht Seine Majeſtät, der Kaiſer von Frankreich, befohlen, daß in Deutſchland kein Feuer mehr angezündet werden darf? Wäre das, ſo müßte ich freilich für dieſe Frechheit büßen!“
»Ah, du verhöhnſt uns noch!« rief Morin zornig aus.„Zu welchem Zwecke brennt dies Feuer? Geſteh' auf der Stelle, oder...«
„»Nun? Oder?« fragte Heinrich kaltblütig.
„Oder wir werden dich mit flachen Säbelhieben zum Geſtändniß bringen!“ ſchrie der Douanier.
»Pah, nicht ſo ſchnell!« entgegnete Heinrich laut lachend.„Zum Glück iſt Kapitän Danville nicht weit von hier, und er wird nicht dulden, daß ſeine Unter⸗ gebenen in ſo eigenmächtiger Weiſe verfahren! Was
Furchtlos und treu. 4 2 8


