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Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mit Einem Blicke erkannte Heinrich, daß er drei Doua⸗ niers gegenüber ſtand, welche ihn raſch umringten und mit drohenden Blicken ihn und ſeinen brennenden Schei⸗ terhaufen muſterten.

Nur einen Augenblick verrieth Heinrich Beſtürzung, nur einen ganz kurzen Augenblick; dann ſammelte er ſich raſch, und ſeine beſtürzte Miene verwandelte ſich in ein ſpöttiſches Lächeln.

»Was wollen Sie, meine Herren?« ſagte er kalt⸗ blütig.Bei was ertappen Sie mich auf der That?«

»Lüge noch, Burſche!« erwiederte die vorige Stimme barſch.Du biſt ein Schmuggler! Sybrand hat dich längſt verdächtigt, und wir ſehen nun wohl, daß er Recht hatte. Tretet heran, Sybrand! Ihr habt uns gut geführt, und Eure Dienſte ſollen belohnt werden!«

Ein junger Burſch, welcher ſich bisher im Hinter⸗ grunde im Dunkeln gehalten hatte, näherte ſich jetzt mit zögernden Schritten. Er war kaum drei oder vier Jahre älter, als Heinrich, trug faſt dieſelbe Fiſchertracht, wie er, zeigte aber wenig Vertrauen Erweckendes in ſeinem Aeußern. Sein Geſicht war blaß, ſein Auge hatte einen ſcheuen, verlegenen Blick, und ſein Gang glich dem einer Katze, wenn ſie im Dickicht ein harmloſes Vögelchen beſchleicht. Er trat leiſe und vorſichtig auf, und wagte es nicht, ſein Auge zu Heinrich zu erhe⸗ ben, welcher ihn mit unverhohlener Verachtung be⸗ trachtete.

»Ah, Sybrand der Verräther, Spion, Führer und Angeber! ſagte er.Der ſchuftige Judas! Freilich, das erklärt, wie Sie hier heraufgekommen ſind, meine Herren! Ohne Führer würden Sie nicht gewagt haharn über das Riff zu gehen!«