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Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſo leichter die ſchwierige Einfahrt zur Bucht finden. Sieh', da biſt du ja ſchon!«

In der That hob ſich jetzt die Mondſichel aus dem Meere herauf und ihr milder Glanz hüpfte mit Blitzes⸗ ſchnelle über die weite Meeresfläche hin. Millionen funkelnder Diamanten ſtreute der Mond mit verſchwen⸗ deriſcher Hand über den zitternden Waſſerſpiegel, und ſo überaus ſchön war der Anblick der leuchtenden in tauſendfachem Glanze ſchimmernden Lichtbahn, daß Heinrich unwillkührlich in das Anſchauen derſelben ver⸗ ſank. Erſt nach einigen Minuten griff er wieder zu Stahl und Stein, die Funken ſprühten, der Schwefel glühte in blauen Flammen auf, und kniſternd entzün⸗ deten dieſe die kleinen Holzſtücke, welche munter hellauf loderten. Mit gieriger Haſt griff das Feuer um ſich, auch die größeren Scheite fingen an zu brennen, und bald ſchlug eine mächtige Flamme in rother Gluth zum dunkeln Nachthimmel empor.

Heinrich ſah mit leuchtendem Auge in die züngeln den Feuerwogen, und freute ſich des wechſelnden Spiels der ſeltſamen Reflere, die ihren röthlichen Schein üͤber die alten Burgtrümmer warfen, als er plötzlich raſch aufzuckte, ſich nach den im tiefen Dunkel liegenden Burgtrümmern umwandte, und lauſchend ſein Ohr zur Seite neigte.

Schritte! murmelte er.Hier! Was bedeutet das?«

Es bedeutet, daß wir dich endlich auf der That ertappt haben, Burſche!« antwortete eine rauhe Stimme, und gleich darauf traten drei Geſtalten aus der Fin⸗ ſwemitz in den Schein des Feuers. Sie waren in Unifomn; die Flammen blitzten auf ihren Waffen, und