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Furchtlos und treu : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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dann wär's ein anderes, und ein Schuft wäre Jeder, der nicht gehorchen würde! Aber dieſe Franzoſen, dieſe habgierigen Unterdrücker und Leuteſchinder, die dem ärmſten Manne ſeinen letzten Heller abpreſſen möchten, dieſe hochmüthigen parlez vous français, dieſe Räu⸗ ber und Spitzbuben pah, denen muß jeder brave deutſche Burſch Abbruch thun, ſo viel er kann! Das denk' ich, und das denken Alle hier an der Küſte, die es treu und redlich mit dem Könige meinen! Können wir's auch im Großen nicht zwingen das Kleine hilft auch mit! Laß die Franzoſen ſich aus dem Lande packen, dann hört das Paſchen von ſelbſt auf! Aber wie kommen wir Deutſche dazu, jede Kaffeebohne, jedes Stückchen Zucker und Eiſen, jedes Endchen Seide und Tuch dem Napoleon zu lieb, und damit er Geld in ſeine Kaſſen bekommt, mit zehnfachen Preiſen zu be⸗ zahlen? Mag er ſeine Franzoſen zahlen laſſen! Wir thun's nicht, ſo lange wir's hindern können, und die Zeit ſoll noch kommen, wo die Douaniers ſchlauer ſind als wir und uns wehren, billigen Kaffee zu trinken und wohlfeilen Zucker hinein zu thun! Keine Furcht, Martha! Was wir den Franzoſen zu leide thun, das thun wir unſerem Könige zu liebe! Wenn dabei auch ein bischen Gefahr iſt, Gott ſteht der gerechten Sache bei, und es trifft auch nicht jede Kugel, die abgeſchoſ⸗ ſen wird! Nur keine Furcht, Martha!

Ja, du ſprichſt wohl, erwiederte das junge Mädchen.Aber weißt du doch noch, wie ſie den Va⸗ ter heimbrachten mit der Kugel in der Bruſt, leichen⸗ blaß und mit Blut übergoſſen! Der alte Regnard hatte ihn erſchoſſen, und..

»Und hat ſeinen Lohn dafür gefunden, fiel Heinrich