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Eine Familiengeschichte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ganz roth im Geſicht, brauchte fleißig ſein Taſchentuch und warf ſeinem Principal faſt wüthende Blicke zu. Er hat ein wahres Krokodilherz!' murmelte er. Mr. Bently, ſagte Georg,iſt dies weiſe? iſt dies liebevoll? Still! unterbrach der reiche Kaufmann ſeinen Schwiegerſohn.»Wir haben bisweilen unſere Vor⸗

würfe, aber nie unſere Nachſicht zu bereuen.

Nicht blos in den Worten, ſondern auch in dem Ton und in dem ganzen Weſen Mr. Bently's lag ein Nachdruck, der jeder weiteren Vorſtellung oder Bemer⸗

kung Einhalt that.

Rahel, fuhr er dann mit einer Stimme fort, die vergeblich nach Feſtigkeit rang,du wirſt mir gewiß keine abſichtliche Liebloſigkeit Schuld geben; du biſt Mutter und kannſt deßhalb wohl die Tiefe, aber auch die Furcht älterlicher Liebe beurtheilen. Weit entfernt, dir einen unnöthigen Schmerz bereiten zu wollen, würde ich ihn lieber ſelbſt auf mich genommen haben.

Rahels Antlitz wurde plötzlich ſo weiß wie eine Marmorwand.

Gott iſt barmherzig, fuhr Mr. Bently fort,der Segen, um den wir nur allzu oft mit leidenſchaftlichem Gebet und unter Seufzern und Thränen flehen, wird uns bisweilen weislich vorenthalten, um zuletzt un⸗ ſere Ergebung zu belohnen.

Ein durchdringender Schrei wir können ihn nicht den der Freude, kaum den der Hoffnung nennen brach aus dem Herzen der armen Mutter, als die Bedeutung jener Worte ein plötzliches Licht in ihre Seele fallen ließ. 8