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Eine Familiengeschichte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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min und ſtützte eine Weile mit gedankenvoller Miene den Kopf auf die Hand. Augenſcheinlich hatte er et⸗ was auf dem Herzen, das er mitzutheilen zögerte.

Du biſt nicht ſehr neugierig, ſagte er endlich zu ſeiner Tochter.

Rahel ſah ihn betroffen an.

Haſt du ganz das Geſchenk vergeſſen, das ich dir durch Peter Mangles verſprach? Sind meine Gaben dir werthlos geworden?

Werthlos, oh nein! verſetzte Rahel.Sie wiſ⸗ ſen, wie ſehr ich den kleinſten Beweis Ihrer Liebe zu mir ſchätze. Iſt dieſe mir ſicher, ſo habe ich nichts mehr zu wünſchen.

Da mußt du glücklicher ſein, als die meiſten übri⸗ gen Menſchen, entgegnete Mr. Bently,denn nur Wenige in dieſer Welt können ſich rühmen, daß der Himmel ihnen keine Segnung mehr zu verleihen im Stande iſt. Wie? keinen Wunſch? Gar keinen?

.Vater! rief die aufgeregte Frau, und ihre Augen füllten ſich mit Thränen,ich bin überzeugt, daß Ihre Worte gut gemeint ſind, aber Sie ſchneiden mir in's Herz. Könnten Sie ſein Leiden, ſeinen nie endenden Kummer leſen, ſo würden Sie ganz anders urtheilen. Wenn meine Lippen bisweilen lächeln, ſo geſchieht es nur, weil ich die Freude Anderer nicht trüben will. Haben Sie Mitleid mit mir, und ſchonen Sie die Punde im Herzen, die ſeit Jahren mein Leben ver⸗

ittert.

Marie eilte an die Seite ihrer Mutter, ſchlang

den Arm um ſie und ſuchte vergeblich ihre reichlich

ſtrömenden Thränen wegzuküſſen. Peter dagegen wurde

.