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Eine Familiengeschichte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Die Drohung fruchtete. Ich will mit Ihnen gehen, Sir, ſtotterte Ri⸗ chard.

Mehr als einmal kam ihm bei'm Weiterſchreiten der Gedanke, ſeinen Begleitern durch die Flucht zu entwiſchen, aber er ſah ſich zu gut bewacht. Das Cabriolet fuhr vor, und Richard ſtieg ein mit dem Manne, der einen ſo auffallenden Antheil an ſeinem Schickſale genommen hatte. 5

Der Wagen rollte ſo raſch durch die Straßen, daß Richard ſich bald nicht mehr in der Gegend zurecht⸗ fand, die augenſcheinlich ein ihm ganz unbekannter Stadttheil war. Einige Mal dachte er daran, um Hülfe zu rufen, doch die ſprühenden grauen Augen ſeines Begleiters ſchüchterten ihn immer wieder ein.

Wohin führt Ihr mich, Sir? fragte er endlich. Oh, meine Mutter wird ſterben vor Kummer!

Ich handle zu deinem Beſten, verſetzte der Gent⸗ leman milde,der Weg der Pflicht iſt nicht immer der angenehmſte, aber der einzige, der zum Glücke

führt.

Man ſprach nicht weiter, bis das Cabriolet vor einem ſchönen Gebäude in einer breiten Straße Halt machte. Ein Diener in einfacher aber ſchöner Livree trat an den Schlag.

Schickt Euren Herrn herunter, ſagte der Gent⸗ leman..

Nach einigen Minuten erſchien der Eigenthümer des Hauſes. Es folgte eine lange und lebhafte Un⸗

terhaltung in einer Sprache, die Richard nicht ver⸗ ſtand. Er erhielt endlich die Weiſung auszuſteigen. Einen Augenblick zögerte er, aber der Gedanke an das