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Eine Familiengeschichte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nicht ſterben. Ich will betteln, ich will Alles thun, um ſie zu retten.

Richard, Richard, verlaß mich nicht,« entgegnete die ſchwer beängſtigte Mutter.

Ihr Ruf kam zu ſpät. Schon hatte ſich Richard losgeriſſen, und war in der Dunkelheit der Straße verſchwunden. 3 Rahel verfolgte ſeufzend und für ihre Kinder be⸗

tend, ihren Weg. Ihr Fuß wankte, und ſie hätte

vielleicht nicht ihre Wohnung erreicht, wenn nicht eine gutherzige Nachbarin, die ſie todtenbleich an ihrer La⸗ denthüre ſtehen ſah, mildthätig ſich ihrer angenommen, und ſie und das Kind mit Speiſe und Trank geſtärkt hätte. Es war Hülfe in der höchſten Noth. Rahel konnte ſich nach einer Weile wieder aufraffen, und, mit innigſtem Dank gegen ihre Wohlthäterin im Her⸗ zen, nach ihrer Wohnung zurückkehren.

Richard lief indeſſen fort, ohne auf die Richtung zu achten, bis er den St. James Park erreichte, wo er ſtill ſtand, um friſchen Athem zu ſchöpfen.

Was ſoll ich thun? Was ſoll ich thun? fragte er verzweiflungsvoll, und rang die Hände.

Endlich beſchloß er, den erſten Beſten, der ihm be⸗ gegnete, um eine milde Gabe anzuſprechen und ging vorwärts. Noch war er nicht weit gekommen, als er einen Knaben von ſeinem Alter begegnete, der ihm einHalt! zurief..

Du, Jack? fragte Richard.

Gewiß bin ich's! Aber was der Tauſend kann dich hierher führen? lautete die Antwort.

Jack Menders war faſt der einzige Bekannte, den