Trunke zu verführen ſuchen. Bald gab der Unglück⸗ liche dem traurigen Einfluſſe jenes Schurken nach, und gab ſich immer öfter und häufiger dem Branntwein⸗ Genuſſe hin. Er nahm ſich allerdings oft vor, den verhängnißvollen Bann zu brechen, und das entwür⸗ digende Getränk zu meiden. Aber der Verſucher war ſtärker, als ſein guter Wille, und die guten Vorſätze wurden immer ſchnell wieder vergeſſen.
Die Folge davon war, daß er eine Stelle um die andere verlor, und zuletzt gar keine regelmäßige Beſchäf⸗ tigung mehr hatte, indem nur gelegentlich ein Advo⸗ kat ihn zum Abſchreiben benutzte. So war die Fa⸗ milie Markham Jahr um Jahr weiter herunter gekom⸗ men, bis ſie ihren Wohnplatz in dem Häuschen der Belvedere⸗Straße aufſchlagen mußte, wo nun noch ein zweites Kind, ein Mädchen, in Armuth und Elend ge⸗ boren wurde.
Mehrmals war eine Berufung an Mr. Bently's Vatergefühl während dieſer Zeit ergangen, aber immer vergeblich; der Stolz und die Liebe des alten Mannes fühlten ſich zu tief gekränkt. Oft, wenn er Abends
aus ſeinem Club heimkehrte, war er Zeuge, wie ſein
Schwiegerſohn in der Geſellſchaft eines nichtsnutzigen Burſchen,— eben ſeines Verführers Styles— be⸗ trunken durch die Straßen taumelte, und ein ſolcher Anblick mußte natürlich ſein Herz noch mehr verhärten. Er hatte freilich keine Anhnung davon, daß dergleichen Bewegungen geſchickt eingeleitet waren, und noch we⸗ weniger konnte er den eigentlichen Urheber errathen. Die Sachen ſtanden ſehr ſchlimm für Georg Markham und ſeine Familie.


