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Eine Familiengeschichte : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Auf Peter Mangles hageren, ſcharf geſchnittenen, aber verſtändigen Geſichtszügen lag der Ausdruck gro⸗ ßer Güte, und er galt mit Recht für einen durchaus ehrenhaften und wohlwollenden Mann.

Als Georg das Kabinet verlaſſen wollte, blickte der alte Buchhalter von ſeinem Pulte auf und rief ſeinen Namen. Der junge Mann wandte ſich um. 4

Es thut mir leid, daß wir Sie verlieren, ſagte Peter, dem jungen Manne ſeine Hand reichend.Gott behüte Sie! Wenn Sie je einen Freund brauchen, ſo wiſſen Sie, wo er zu finden iſt.

Ich danke Ihnen, Sir, ſagte Georg ergriffen und gerührt.Ich bin überzeugt, daß Sie niemals meine Bücher hätten durchſehen und prüfen laſſen. 4

»Nein, gewiß nicht!

So halten Sie mich für treu?

Für ſo treu, wie mein Hauptbuch, antwortete der alte Mann,und wenn jemand daran zweifelt, ſo mögen Sie ihm erklären, daß Peter Mangles dies geſagt hat.

Georg konnte ſtolz ſein auf dieſes Zeugniß, und ſein Herz klopfte freier, als er das Kabinet verließ. 4 Herr Bently fühlte ſich doppelt unbehaglich, weil ihm erſtens, ſein Gewiſſen zuflüſterte, daß er hart gegen ſein Kind geweſen ſei, und dann, weil ihn das Be⸗ mem ſeines vertrauten Buchhalters verdroß.

Ich meine, Sie hätten zu dieſer plötzlichen Freund⸗ ſchafts⸗Aufwallung gegen einen Menſchen, der mich ſo ſchwer gekränkt hat, einen paſſenderen Platz wählen können, bemerkte er in bitterem Tone.

Aber keine beſſere Zeit, verſetzte der alte Mann ſanft..